Lipödem | Hosen Horror

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Kennen Sie das ?

Es ist Wochenende, Sie gehen in die Stadt oder ins nächste Einkaufszentrum oder vielleicht sogar beides und denken sich: „Mensch eine neue Jeans wäre doch mal wieder was Feines.“

Immerhin haben sie tatsächlich kaum Jeans oder andere Hosen im Schrank. Und das nicht nur als schlechte Ausrede, um einen Shoppingtrip guten Gewissens zu rechtfertigen, sondern es ist ein unbestreitbarer Fakt.

Sie ziehen also los. Ab ins nächste Geschäft mit einer ansprechenden Dekorationsfläche im Fenster.Perfekte Jeans.jpgWie jede andere Person haben Sie natürlich konkrete Vorstellungen von Ihrer neuen Jeans in Spe: sie soll schon dunkel sein, aber nicht zu dunkel. Keine Waschung oder trendige Löcher. Auch bitte keine low rise Jeans, die unschön selbst nicht vorhandene Fettpölsterchen nach oben drückt. Lieber normale Bundhöhe. Denn high rise ist ja gerne mal zu viel des Guten.

Skinny fit, slim fit, regular oder Chino? Bootleg oder doch lieber Boyfriend?
Ich habe kräftige Beinchen, ich möchte die nicht noch unnötig optisch verbreitern, deswegen greife ich am liebsten zu einem der ersten Modelle.

Eine erste grobe Auswahl ist also schonmal getroffen, also los geht’s mit der kundenfreundlichen Beratung durch sogenannte Verkaufsberaterinnen.

Dann kommt die erste Hürde, wenn die Verkäuferin einen gut gemeint fragt: „Welche Größe tragen Sie denn? 38?“
Wie gesagt, gut gemeint. Nicht gut gemacht. Ich fange dann gerne mal etwas reichlicher an und arbeite mich runter und freue mich dann lieber über eine kleinere Größe als erwartet.

„Mindestens 40 oder 42.“ Das führt meist schon zu erstaunten Gesichtern.

JA, ich bin klein.
JA, ich habe einen schlanken Oberkörper.
JA, ich kenne meine „abnormalen“ Proportionen unten rum gut.
Deswegen sehen Sie mich bitte nicht so vorwurfsvoll an als hätte ich keine Ahnung von dem was ich sage.

Oft flitzen die fleißigen Verkaufs-Bienchen dann los und sammeln die Bestseller von der Fläche ein.ohne-stretch-ohne-michDie nächste Hürde.
Obwohl ich feste Jeans aus am besten 100% Baumwolle super finde, würde ich niemals eine anziehen. Denn ich komme meist schon gar nicht in die Hose rein in erster Instanz. Baumwolle in ombi mit Elasthan, Polyester, Viskose oder sonstigen dehnungsfreundlichen Materialien ist bei mir Pflicht.

Wodurch sich die angeschleppte Auswahl dann schon meist halbiert.
Die andere Hälfte nimmt man dann mit in die Kabine und denkt sich nur: hoffentlich passt IRGENDWAS davon …

Und dann geht’s los – Anprobieren.

Ein Fuß rein, der andere Fuß rein. Rechtes Hosenbein behutsam hoch lupfen

An diesem Punkt bemerkt man dann schon oft zum ersten Mal, dass einem deutlicher warm geworden ist und man anfängt zu schwitzen.
Wenn es schnell geht, bekomme ich die Hose nicht einmal über die Waden gezogen. Auch nicht unter Krafteinsatz und bedrohlichem Krächzen der Nähte.
Wenn man aber die Waden gemeistert hat, hoffentlich ohne größere Probleme, dann kommt die Herausforderung herself: die Oberschenkel. An diesem Punkt scheiterten bisher die meisten anprobierten Hosen. Ohne massive Schäden würde ich die nicht darüber bekommen.

Also fragt man höflich nach einer Nummer größer oder besser direkt zwei Nummern größer!

Nein, nicht weil mein Po so dick ist. Mein Po wirkt sogar eher verloren in diesen großen Größen, denn er ist „normal“ groß. Genauso wie mein Bauch.
Da wo meine Beine gerade so hinein passen, haben oben rum mein Bauch und mein Po umso mehr Spielraum. Da hilft auch kein Gürtel mehr.

the-final-showdownAn diesem Punkt steigen mir spätestens Tränen in die Augen.
Für viele bestimmt unvorstellbar: heulen im Klamotten-Laden, nur weil mal was nicht passt. Albern! Lächerlich! Übertrieben !
So ist das aber nunmal bei mir. Man kennt es nicht anders und genau das bricht einen jedes Mal ein kleines bisschen, egal wie oft man schon in dieser Situation war. Egal wie gut man mental darauf vorbereitet ist. Egal wie verständnisvoll andere scheinen.

Hier endet das Unterfangen Hosenkauf abrupt. Keine Hose. Keine gute Laune.

„Schade, vielleicht beim nächsten Mal.“, scherzt man dann noch freundlich mit einem zögerlichen Lächeln auf den Lippen, bevor man sich mit dem übrig gebliebenen Selbstbewusstsein und einer kleinen Träne im Auge aus dem Laden stiehlt.

Erst mal Durchatmen. Mein Herz rast als wolle es aus der Brust springen und mein Gesicht glüht.

Ich tröste mich dann gerne mit Worten von Coco Chanel, die so passend meinte:
„Mode ist vergänglich. Stil niemals.“


Das kommt dir alles seltsam vertraut vor?

Dann hast du vielleicht auch Lipödeme. Diese fiese Fettverteilungsstörung.
So wie ich.

Mir fällt es deswegen seit Jahren schwer Hosen für mich zu kaufen. Sie passen meistens nicht und wenn, dann finde ich sehe ich damit winzig und schlichtweg fett aus.
Beides Gründe definitiv keine Hose zu kaufen.
Trotzdem versuche ich es immer wieder. Bisher erfolglos.
Ich habe genau 2 Hosen in meinem Kleiderschrank. Eine helle Jeans (super stretchy von Topshop) und eine schwarze Business-Hose (100% Viskose). Dabei trage ich vor allem im Frühjahr oder auch Sommer gerne Jeans zu offenen Schuhen und einem legeren Shirt …

Man kann aber wohl einfach nicht alles haben.
Besonders nicht wenn man nicht in die üblichen Konfektionsgrößen passt.

Aber vielleicht sorgen die Hosen von LUNA LARGO für Abhilfe. Ich will es mal ausprobieren – wenn es denn meine Größe mal wieder online gibt.
So lange schaut euch aber gerne schon mal den Post von Carolines auf dem Lipödem-Mode Blog dazu an.

Bis dahin, Tschüssikowski.
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10 Fakten über Lipödem

Ich dachte als knackigen Kick-off zum Thema Lipödem, beginne ich mit einem kurzen Fakten-Check in Bezug auf diese meine Krankheit …


  1. Fettverteilungsstörung
    Das hat nichts überschüssigem Depot- und Speicherfett zu tun und implizit auch nicht, dass die Betroffene zwangsweise krankhaft übergewichtig ist/war.

    Beim Lipödem handelt es sich um ein vermehrtes Vorkommen krankhaft veränderter Fettzellen an Ober- und Unterschenkeln, sowie den Armen.
  2. Chronisch
    Das Lipödem ist eine chronisch Erkrankung. Das heißt, sie entwickelt sich langsam und andauernd weiter.
  3. Progredient
    Zudem ist sie unabdingbar fortschreitend mit zunehmend schweren Verlauf.
  4. immer schmerzhaft
    Die betroffenen Körperstellen sind besonders empfindlich gegen Druck und Berührung.
    Das hat zur Folge hat, dass auch nur geringe, kaum wahrnehmbare Stöße sich meistens zu Blutergüssen entwickeln. Was natürlich die Schmerzempfindlichkeit auf ein neues Level hebt. Dazu kommt auch gerne ein andauerndes Spannungs- und Schweregefühl der Extremitäten.
  5. immer symmetrisch
    Im Unterschied zum Lymphödem, sind beim Lipödem immer beide Extremitäten betroffen.
    Beide Arme. Beide Beine.
  6. nie an Händen & Füßen
    Obwohl Arme und Schenkel dick und geschwollen sind, bleiben Hände und Füße von der Fettverteilungsstörung meist verschont. Ebenso wie der Oberkörper, der ernährungsbedingt entsprechend mehr oder weniger schlank bleibt.
  7. optisch unproportional
    Der untere Teil des Körpers wirkt bei Betroffenen immer unverhältnismäßig zum Oberkörper.

    Der Taille-Hüfte-Quotient („waist to hip ratio“ = WHR) ist hierbei ein Vergleichsmerkmal, da dieser bei Lipödem-Betroffenen kleiner als 0.7 ist. Die Normalwerte liegen bei Männern Dementsprechend ist der Umfang der Hüfte mindestens 1,4-mal größer als der Taillenumfang.

  8. Diätresistent
    Das Lipödem hat nichts mit ernährungsbedingtem Übergewicht zu tun.
    Daher helfen auch übermäßiger Sport und Gewichtsverlust nicht weiter.
  9. nur bei Frauen
    In der Tat sind fast aussschließlich Frauen vom Lipödem betroffen.
    Es wird vermutet, dass es sowohl hormonelle als auch genetische Zusammenhänge gibt. Diese Annahmen sind jedoch nicht empirisch bestätigt.Es gibt auch Männer mit Lipödem-Erkrankungen. Jedoch stehen diese Diagnosen in Verbindung mit einer Schädigung der Leber, hormoneller Störungen oder auch hormoneller Tumorbehandlungen.
  10. ist nicht heilbar
    Der wohl gravierendste und gleichzeitig ernüchterndste Aspekt überhaupt: das Lipödem ist nicht heilbar. Zumindest nach aktuellem medizinischen Stand.
    Sondern nur therapierbar.

Ich hoffe, dieser kleine Überblick ist ein guter Einstieg in das Thema Lipödem, worum es in nächster Zeit noch sehr viel öfter gehen wird.

Hinterlasst mir gerne Feedback, Fragen, Anregungen, Wünsche, Hoffnungen in den Kommentaren und man liest sich wieder!

Tschüssikowski.
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MECKER MITTWOCH | Frauenparkplatz-Feministin

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Es ist soweit, der erste MECKER MITTWOCH steht in den Startlöchern und ich habe eine kleine Geschichte mitgebracht, die ich in diesem Post gerne „verarbeiten“ würde.
Sicherlich erhitzt dieses Thema die Gemüter und einige stimme mir vielleicht zu, andere hingegen überhaupt nicht.
Aber wisst ihr was: das ist meine Meinung !!
Ihr könnt gerne eine eigene Meinung dazu haben, Dinge und Sachverhalte anders sehen und mich für bekloppt erklären. Das macht eure Meinung dann aber nicht automatisch richtiger oder wichtiger.

Denn für alle, die es vielleicht nicht wussten: entsprechend der Duden-Definition ist eine Meinung nichts weiter als eine „persönliche Ansicht, Überzeugung, Einstellung o.Ä., die jemand in Bezug auf jemanden/etwas hat (und die sein Urteil bestimmt)“.

Also ohne weiteres Gefasel, lasst uns loslegen mit dem ersten MECKER MITTWOCH.


Eine Alltags-Anekdote

Ich war kürzlich Shoppen. Zusammen mit dem M.

Ganz gemütlich, ab ins Auto und ab zum Einkaufszentrum. An einem Samstag. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, hatten nicht nur wir diese tolle Idee.
Aber kein Problem, wir hatten uns schon emotional darauf eingestellt und waren ohne große Pläne im Gepäck unterwegs. Eben einfach nur gemütlich bummeln und eine schöne Zeit miteinander verbringen.

Wir fuhren also zum Einkaufszentrum und in das Parkleitsystem. Natürlich kam es hier schon zum ersten Stocken. Leute die sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten, auch diesbezüglich Hinweisschilder aufgestellt waren, und dramatische Szenen bei der Parkplatzsuche direkt vor dem Haupteingang.

Für uns kein Problem. Wir sind jung. Wir sind fit. Wir nehmen auch ein paar Schritte Fußweg vom Parkplatz zum Einkaufszentrum in Kauf. No problemo.

Durch Zufall entdeckten wir dann auch recht fix ein junges Paar, dass in sein Auto stieg um weg zu fahren und wir stellten artig den Blinker, um anderen zu symbolisieren, dass wir auf dieses Auto warten wegzufahren. Alles gut, die Anderen fuhren an uns problemlos vorbei und wir parkten auf den mittlerweile frei gewordenen Parkplatz.
Als mir eine junge Dame in einem schwarzen Corsa auffiel, die ihre Scheibe runter gekurbelt hatte und irgendwas plapperte. Was ich jedoch nicht verstehen konnte, da mein Fenster geschlossen war. Freundlich signalisierte ich ihr, dass wir nicht weg fahren würden, da ich annahm, dass sie das vermutete und deswegen die ganze Zeit wartet, während andere weiter an uns vorbei fuhren.

Ich öffnete also die Tür, um auszusteigen und ihr zu sagen, dass dieser Parkplatz leider nicht frei werden würde als sie mir schon „Das ist ein Frauenparkplatz!“ entgegen meckerte. Dabei ein selbstgefälliges Grinsen auf den Lippen.
„Bin ich etwa keine Frau?“, erkundigte ich mich trotz besserem Wissens.
Nach einer kurzen Gedenkpause bekam ich nur als Antwort: „Er nicht.“
„Nun, da kann er ja auch nichts für.“, rutschte es mir dann über die Lippen und die junge Dame kurbelte kommentarlos ihr Fenster wieder hoch und brabbelte mit empörtem Gesichtsausdruck in ihrem Auto weiter als sie fort fuhr.

Kurios.

Am liebsten hätte ich noch so etwas gesagt wie: wenn du Angst hast, am hellichten Tag, in einem rappelvollen Parkbereich im Strom anderer Besucher zum Eingang zu laufen, dann nehme ich dich gerne an die Hand und führe dich persönlich hinein.
Aber das schien mir dann doch etwas frech. Und sie war ja auch schon weg.

Doch hat es bei mir einige Fragen aufgeworfen:
Hätte sie sich auch aufgeregt, wenn ich an diesem Tag gefahren wäre? Und der M. nur mein Beifahrer gewesen wäre.
Hätte sie auch bei jedem anderen Besucher, der anstatt uns, diesen Parkplatz besetzt hätte ihren Anflug von Feminismus umgesetzt?
Was hatte sie erwartet was passiert? Dass wir wieder fahren und sie dort parken kann?
Ist das jetzt so eine neue Sache, dass jeder sich bei Bedarf als Minderheit sieht, die durch alltägliches Verhalten sich diskriminiert fühlt? Mal abgesehen davon, dass Frauen nicht unbedingt nach Definition eine Minderheit sind.
Fragen über Fragen.

Manche brauchen wohl einfach ihr Quäntchen Drama am Tag.

Der Feind. Der Mann.

„Das feministische Bewusstsein ist das Bewusstsein davon, zum Opfer gemacht zu werden (…) Für manche Feministinnen ist diese feindselige Gewalt die ‚Gesellschaft‘, oder das ‚System‘; für andere ganz einfach Männer.“
– Sandra Bartky, Professorin für Philosophie und Gender Studies an der University of Illinois

Ich selber bin auch Feministin, in dem Sinne, dass ich es für wichtig halte, dass Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Menschenwürde von Frauen unterstützt und eingefordert werden.
Das bedeutet aber nicht, dass ich dafür Männer weniger schätze oder für weniger wichtig halte. Ich lese auch nicht die Emma oder habe ein Alice Schwarzer-Tattoo auf dem Oberarm. Sondern ich versuche nach Möglichkeit die Rechte & Würde Frauen auf sozialer, interpersoneller Ebene zu vertreten und zu unterstützen. Zum Beispiel, indem ich Frauen in meiner Familie und meinem Freundeskreis helfe, sie in ihrem Vorhaben bestärke oder einfach Mut und Selbstbewusstsein vermittle, das irgendwo auf der Strecke blieb.

Oft sind es nämlich die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.

Und das beinhaltet kein unnötig theatralisches Verhalten hinter der Maske des Feminismus, nur um einen besseren Parkplatz zu ergattern, weil man vielleicht spät dran ist …
So etwas führt dann nämlich zu der verfälschten Wahrnehmung, dass alle Feministinnen stereotype „Kampf-Leseben“ mit Kurzhaarschnitt seien, die Männer hassen und Penisse scheiße finden. Denn das ist nicht, worum es geht.

Was bleibt da noch zu sagen? Nicht viel.
Außer vielleicht, schon die Jungs von Kraftklub haben 2012 ziemlich prägnant festgestellt: „Die Welt geht vor die Hunde Mädchen, traurig aber wahr.“
Also macht das Beste draus!


In diesem Sinne – Tschüssikowski.

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Das Phönix-Projekt | Bewegung für mehr Selbstbewusstsein

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N’Abend zusammen.

Habt ihr eine schöne erste Januar-Woche in diesem noch sehr jungen Jahr 2017 verlebt? Ich hoffe doch sehr.

Wie bereits angekündigt, geht es ab sofort etwas persönlicher hier zu. Ich will weg von dem mainstream-Blogger-Scheiß und mehr über die Dinge schreiben, die mich wirklich Tag für Tag beschäftigen und selber interessieren.
Das heißt nicht, dass ich gar nichts mehr über Schminkkram, Mode oder was mir sonst so gefällt schreiben werde, aber eben wenig. Manchmal ist weniger eben mehr.

Also wie man hier im Ruhrpott sagt: getz ma Tacheles.

Ich habe Lipödem.

Und weil ich damit nicht alleine bin, möchte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse damit ab sofort gerne über dieses Medium mit euch teilen.

Damit möchte ich das PHÖNIX PROJEKT unterstützen, dass die Mädels vom Lipödem Mode-Blog ins Leben gerufen haben. Das Projekt soll ein Bewusstsein schaffen für all‘ die Ladies da draußen, die unter der Erkrankung Lipödem leiden oder aus anderem Grund sich in ihrer Haut nicht wohl fühlen können. Ganz im Zeichen des Phönix ‚Aus der Asche auferstehen‘, bewusst schöne Momente festhalten und teilen – denn gemeinsam sind wir stärker!

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Quelle: lipoedemmode.de

Um Teil des Phönix-Projektes zu werden– verseht jeden teilenswerten Ich-Momente auf Instagram im Jahr 2017 mit #lipödemphönix und/oder #phönixprojekt und inspiriert damit andere.

In diesem Sinne: GO GIRLS!

Tschüssikowski.
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2017 | Alles auf Anfang

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Hallo & willkommen am ersten Montag des Jahres. Der erste Montag in 2017.

Willkommen zum allerersten Blogpost 2017.

 

It’s a new year. A new start. A new me.
Nun gut, vielleicht nicht ganz so klischeebehaftet. Aber nutzen wir diesen Post mal um das letzte Jahr zu reflektieren. Meinen Blog zu reflektieren.

Tatsächlich soll hier sich ein wenig was tun.
Ich hatte das bereits im letzten Jahr angedeutet. Überlegungen angestellt. Posts geschrieben. Wieder gelöscht. Nie hochgeladen. Es gab für mich einfach immer wieder viel zu überdenken und irgendwie nie Zeit. Immer gab es gefühlt 101 Dinge die wichtiger waren und um die ich mich kümmern musste.

Mein Blog kam 2016 zu kurz. Viel zu kurz.
Ich habe kaum gebloggt. +/- 20 Beiträge nur über das gesamte Jahr.

Teils weil ich nicht konnte. Teils weil ich nicht wollte.
Nicht weil ich unverschämte Troll-Hass-Kommentare oder so etwas gehabt hätte. Nein.
Es ist einfach kompliziert geworden. Unnötig kompliziert.
Und darauf hatte ich einfach keine Lust. Das brauchte ich einfach nicht in meinem Leben.
Es gibt genug unnötig komplizierte Sachen im Alltag, das wisst ihr sicherlich alle selber, da braucht man einfach nicht noch ein ver-kompliziertes Hobby.

Oft haben sich meine Beitrage total gezwungen angefühlt. Das waren sie auch.
Einfach weil ich nicht wusste was ich sonst tun sollte.
Es hat sich einfach nicht mehr so angefühlt als könnte ich das tun worauf ich Lust hatte.

Denn sind wir mal ehrlich: das hier ist eine ziemlich Produkt-bezogene community.
Es geht immer nur um Likes, Events, Follower-Zahlen, Traffic, SEO und den perfekten Instagram-Feed.
Ich hatte das Gefühl es geht einfach mehr ums Bloggen.

Deswegen möchte ich dahin zurück was es mal für mich war. Was es besonders gemacht hat. Was es persönlich gemacht hat.
Eine offene, ehrliche, ungefilterte Version von mir.

Denn ich liebe es zu Schreiben. Ich liebe das Bloggen. Denn das hat Spaß gemacht. Das ist was Bloggen sein sollte. Das ist das was Bloggen cool macht.

Das bedeutet nicht, dass es nicht mehr um Modekram und Beauty stuff gehen wird. Eben nur weniger. Eher komprimiert.
Dafür aber auch mehr persönlicher, privater Kram. Mehr von mir. Mehr über mich.

Darum will ich es wieder dazu machen. Für mich. Für euch.
Ungeachtet, welchen Effekt das auf den ganzen oben genannten Kram hat. Menschen kommen,  Menschen gehen.

Also auf 2017. Hoffen wir es wird prima …

Habt noch einen tollen Tag. Eine tolle Woche. Ein tolles Jahr!

 

Tschüssikowski.
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BLOGGEN | Ist Arbeit

bloggen-ist-arbeitDer nächste Zug von Gleis 12 geht heute um 16:08 Uhr, alle bitte einsteigen!

Hallo & herzlich willkommen zurück auf meinem Blog.

Wie ich schon vor einiger Zeit angekündigt hatte, wird sich hier so manches allmählich ändern. Angefangen vom Content bis hin zur Sprache.
Angefangen hatte ich meinen Blog als Beauty & Fashion Plattform, wo ich einiges aus meinem Schminktäschchen und meiner Taschen-Sammlung vorgestellt habe. Das war toll. Das hat Spaß gemacht. Das soll sich auch nicht ändern. Zumindest nicht essentiell, nur die Dosierung wird anders. Wo vorher der Fokus drauf lag, wird jetzt nur noch eine Komparsen-Rolle zugeschrieben. Nicht immer. Denn es wird sicherlich auch Zeiten geben, in denen ich viele tolle Beauty oder Fashion items zeigen möchte.
Aber thematisch möchte ich mich anderen Inhalten mehr widmen.

Denn sind wir mal ehrlich: so ein Content ergibt sich nicht von alleine !!

Zuerst kommt die Themenfindung. Kann dauern, kann aber auch flott gehen.
Eine „First impressions“-Review ist natürlich schneller geschrieben als ein ausführlich recherchierter Beitrag. Selbst wenn man einfach nur einen Artikel reviewen möchte: woher kommt der? Genau, aus dem Einzelhandel. Kostet also Kohle. Ob nur ein paar Cent oder direkt ein paar hundert Euro – wurscht. Es kostet einfach Kohle. Geld das man investiert für das Hobby.
Doch auch vorher kann es einfach manchmal Dürreperioden geben in denen man nicht einmal was worüber man als nächstes schreiben möchte.
Hat man aber ein Thema, folgt die zeitlich Planung und Recherche. Das Vorbereiten, Erstellen, Zusammenstellen und Nachbearbeiten bis man endlich den Publizieren-Button klicken kann.
Bis dahin ist es nämlich ein langer Weg …

Schauen wir den Fakten ins Auge:
Bilder schießen sich nicht mal in 10 Minuten. Ok. Doch. Man kann Bilder in 10 Minuten schießen. Auch in weniger. Ist aber meistens nicht der Fall.
Nicht jedes Bild ist dann auch ein money shot.
Meistens macht man ganz viele Fotos von ein und dem gleichen Objekt aus verschiedenen Winkeln, mit unterschiedlichen Lichteinstellungen und Hintergründen, diverse Deko und Drapierung bis plötzlich die Kamera schreit: Speicherplatz voll !!

Dann kommt noch die Auswahl, Retusche und allgemein einfach Bildbearbeitung anschließend.
Wer das professionell macht oder auch „nur“ semi-professionell ausprobiert hat, der weiß wie viel Zeit gute Bildbearbeitung einfach kostet.
Selbst wenn man die Bildauswahl eingegrenzt und man schon ein gutes Händchen beim Fotografieren bewiesen hat, bleibt einfach der Feinschliff der Zeit frisst.
Insbesondere mit professionellen, guten Programmen sind die Möglichkeiten wirklich schier unendlich und man kann einfach so viel damit machen, dass man sich auch gerne mal darin verliert. Und auch das kostet Zeit. Fakt.

Und plötzlich 1-3 Stunden später sitzt man dann am Schreibtisch und braucht noch ein paar nette Worte zu den tollen Bildern die man zuvor auf dem Desktop gespeichert hat.
Sicherlich nicht auf jedem Blog der Fall. Es gibt auch genug Blogger die frei nach dem „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“ ihren Content gestalten. Aber die meisten von uns wollen doch auch noch ihren Senf in Worten dazu geben.
Also weiter geht es mit der Schreiberei.
Meistens fließen die Worte aus den Fingern in die Tastatur und auf das digitale Blatt. Doch auch hier möchte man die passende Wortwahl finden, das richtige stilistische Mittel nutzen und einfach einen Lese-Genuss kreieren. Für Auge & Hirn.

Viele Stunden später, das Speichervolumen ist aufgezehrt, der Computer kocht und endlich ist ein Blogpost geboren.

Sicherlich sind meine Ausführungen jetzt überspitzt. Ganz bewusst.
Denn dank dem guten Flow-Empfinden kommt einem das Ganze gar nicht so schlimm vor. Man macht es ja gerne. Es ist schön. Erfüllend. Toll.
Aber die Realität zeigt ein anderes Bild.
Man investiert viel und bekommt häufig nur wenig zurück. So siehts’s aus.


Fazit

Bloggen kostet Zeit. Bloggen kostet Geld. Bloggen ist Arbeit.

Ein viel und kontrovers diskutiertes Thema. Die Meinungen gehen hier weit auseinander und das ist auch gut so. Jedem seine Meinung, ohne Wertung.
Für mich persönlich ist das Bloggen aber nunmal Arbeit, die viel Zeit, Hirnschmalz und Herzblut benötigt. Meine monetären Investitionen halten sich da in Grenzen.
So etwas rockt man (meistens) nicht einfach auf einer Arschbacke ab, wenn man an sich selbst gewisse Ansprüche stellt.
Und dafür das es nur ein Hobby ist für viele, wird es einfach zu wenig wertgeschätzt.

Man darf nicht vergessen, dass es daneben so viel Anderes gibt, das unserer Aufmerksamkeit bedarf. Wichtigere Dinge.
Denn so lange das Bloggen nicht mein Konto füllt und meine Rechnungen zahlt, ist und bleibt es einfach Nebensache. Hobby. Spaß. Passion. Trotzdem Nebensache.
Das Leben ist halt kein Kindergeburtstag & als Erwachsener muss man nunmal Rechnungen bezahlen, geht arbeiten, vielleicht sogar auch noch on top studieren, man führt ein Privatleben, hat Hobbies (neben dem Bloggen) und wenn dann noch Zeit ist – soll man sich selbst nicht vergessen.

Ich beneide niemanden, dass er/sie das besser hinbekommt als ich. Ich freue mich für sie. Denn es ist doch klasse, wenn jemand alles gewuppt bekommt ohne viel Stress. Das ist doch einfach nur schön.
Doch bei mir läuft das eben nicht so. Das weiß ich nicht erst seit gestern.
Aber genau deswegen muss man nunmal hier und da anpassen. Veränderungen vornehmen. Das Lot neu setzen.
Jeder macht das. Das ist gut. Das ist gesund. Das braucht man, um seinen Horizont zu erweitern.


Das soweit von mir. Für einige klingt das jetzt vielleicht nach Mimimimi, Jammern auf hohem Niveau, andere verstehen mich sicherlich gut. Alles Auslegungssache.
Aber ich fand, das musste einfach mal gesagt / geschrieben werden und der „alles so prima & toll und ich pupse Glitter als Blogger“-Schleier muss hier einfach gelüftet werden.

Definitiv nichts Neues. Ganz klar bin ich nicht die Erste die darüber Tacheles spricht.
Aber es ist nötig. Für mich. Für andere da draußen im WWW.
Und ich hoffe einfach, dass das Bewusstsein über die Ernsthaftigkeit des Bloggens präsenter wird und es sich positiv weiterentwickeln wird / kann / soll / muss.

In diesem Sinne: tschö mit ö !

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